Als wir unseren letzten Blogeintrag geschrieben haben, hätte keiner geahnt, dass sich auch hier plötzlich alles ändert!
Am Dienstag (22.3.) wurde aufgrund der Situation in Südafrika und Beschlüsse der Regierung bzgl Begrenzung von Teilnehmerzahlen bei öffentlichen Veranstaltungen und dem was gerade in Europa passierte, vom Leitungsteam Melusi`s entschieden, dass alle öffentlichen Dienste wie Outreach, Kidsclub, Gemeinde und Kidschurch vorerst nicht stattfinden werden! Nur der Dienst mit den obdachlosen Männern und Food for work blieb vorerst bestehen.
Das war erstmal ein deutlicher Einschnitt in den Dienst und erforderte Umdenken. Aber die Zeit war auch durch Gebet und Lobpreis geprägt, da plötzlich mehr Zeit zur Verfügung stand!
Da keiner wusste wie sich die Lage entwickeln würde, wurde allen Kurzzeitmitarbeitern nahe gelegt, darüber nachzudenken, ob sie unter den Umständen bleiben oder den Einsatz beenden wollen. Das war eine sehr emotionale Zeit und wurde letztendlich dadurch entschieden, als sich die Ereignisse Freitag Abend überschlugen! Es gab kaum noch Flüge nach Europa bzw Deutschland und wer raus wollte, musste sofort abreisen. Denn wann wieder Flüge gehen, ist erstmal ungewiss… Somit haben wir am Samstag (23.3.) unverhofft und schweren Herzens 5 von unseren Kurzzeitlern verabschiedet, die dann Samstag Abend ausgeflogen sind und wohlbehalten vor der Ausgangssperre in Deutschland ankamen!
Ihr fragt euch vielleicht, warum wir nicht auch raus sind… aber für uns war die Dringlichkeit nicht ganz so hoch, da wir in Deutschland erstmal keine Verpflichtungen haben und auch erst 3 Wochen vor Ort waren. Und wir hatten das Gefühl, dass Gott uns hierher geführt hat und eine Rückkehr in die ungewisse Heimat auch keinen Sinn machen würde, zumal wir hier auch gut gebraucht werden!
Seit Freitag(27.3.) 0Uhr ist in Südafrika Ausgangssperre ausgerufen, so dass man nur auf die Strasse darf um Einzukaufen, sonst besser nicht. Deshalb findet auch nur noch der Dienst mit den obdachlosen Männern statt und keiner weiss, wie sich die Situation hier entwickeln wird.
Es gibt auf jeden Fall immer genug zu tun…Simon arbeitet mit den Männern und hält das Gelände in Schuss und ich bin in Küche oder Hauswirtschaft beschäftigt.

